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Carbon Food Print: Menge an Treibhausgasemissionen bei der Produktion von Dingen

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Carbon Food Print

Der Begriff „Carbon Food Print“ bezieht sich auf die Menge an Treibhausgasemissionen, die bei der Produktion, dem Transport, der Verarbeitung, dem Verkauf und der Zubereitung von Lebensmitteln entstehen. Ähnlich wie der ökologische Fußabdruck, der den ökologischen Ressourcenverbrauch einer Person oder einer Gemeinschaft misst, versucht der Carbon Food Print, die Umweltauswirkungen der Ernährungsgewohnheiten zu quantifizieren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Kohlendioxidemissionen (CO2) und anderen Treibhausgasen, die zur globalen Erwärmung beitragen.

Komponenten des Carbon Food Print:

  1. Lebensmittelproduktion: Dies umfasst die Emissionen, die bei der landwirtschaftlichen Produktion von Lebensmitteln entstehen, einschließlich des Einsatzes von Düngemitteln, Pestiziden, Bewässerung und Energie.

  2. Transport und Logistik: Hierbei handelt es sich um die Emissionen, die durch den Transport von Lebensmitteln vom Erzeuger zum Verbraucher entstehen, einschließlich des Straßen-, Luft- und Seetransports.

  3. Lebensmittelverarbeitung und Verpackung: Dies umfasst die Emissionen, die durch die Verarbeitung von Lebensmitteln in Fabriken und die Verpackung in Kunststoff oder andere Materialien verursacht werden.

  4. Lagerung und Kühlung: Emissionen können auch durch die Kühlung und Lagerung von Lebensmitteln verursacht werden, insbesondere bei tiefgefrorenen und gekühlten Produkten.

  5. Zubereitung und Abfall: Die Zubereitung von Lebensmitteln zu Hause oder in Restaurants kann ebenfalls Emissionen verursachen. Die Entsorgung von Lebensmittelabfällen trägt ebenfalls zur Carbon Food Print bei.

Auswirkungen des Carbon Food Print:

Die Ernährung hat einen erheblichen Einfluss auf den individuellen Carbon Food Print. Tierische Produkte wie Fleisch und Milchprodukte haben tendenziell höhere Emissionen als pflanzliche Produkte wie Gemüse und Getreide. Die Wahl von saisonalen, regionalen und ökologisch angebauten Lebensmitteln kann den Carbon Food Print reduzieren. Darüber hinaus kann die Reduzierung von Lebensmittelabfällen und die Vermeidung von übermäßigem Fleischkonsum dazu beitragen, die Umweltauswirkungen der Ernährung zu minimieren.

Die Messung und das Bewusstsein für den Carbon Food Print tragen dazu bei, Verbraucher, Lebensmittelhersteller und Regierungen für die Umweltauswirkungen der Ernährung zu sensibilisieren und Anreize für nachhaltigere Ernährungsgewohnheiten zu schaffen. Dies kann zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen und einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten.

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